Marne im Aufbruch

15.03.2021

Reges Treiben herrscht derzeit auf der Großbaustelle des Brauereineubaus an der Meldorfer Straße.

Im Minutentakt fahren die Kiestransporter der Marner Firma Szech tonnenweise Sand aus Kuden und Wilster auf das zukünftige Brauereigelände. Insgesamt 38.000m³ Sand werden so bewegt, um den Boden zu verdichten und so bebaubar zu machen. 

Ein Jahr wird der Kies lagern, um den Marschboden tragfest zu machen. Nach Abschluss des ersten Bauabschnitts, geplant ist das Jahr 2024, werden insgesamt 70 Marner Arbeitsplätze langfristig in der Stadt gesichert sein. Die Bierproduktion wird dann langfristig gesehen eine maximale Kapazität von 300.000 Hektolitern pro Jahr haben. Grund für den Umzug war, dass u.a. die Flaschenwaschmaschine für das Leergut mittelfristig nicht mehr reparierbar ist und in das alte Gebäude keine Neue mit gleicher Kapazität hineinpasst. Die vorhandene Brauereifläche platzt aus allen Nähten...

Zwischenzeitlich stand auch ein Umzug der Brauerei in eine andere Dithmarscher Gemeinde im Raum. Dank intensiven Einsatzes unseres Bürgermeisters, der Stadtvertretung und der Verwaltungsmitarbeiter konnte dieses Szenario jedoch abgewendet werden. Dadurch verbleiben auch zukünftig die wichtigen Gewerbesteuern in der Stadt und gleichzeitig wird der LKW-Verkehr langfristig signifikant vermindert im Ortskern. Durch geschickte Grundstückstausche konnte der Dithmarscher Brauerei eine passende Fläche mit guter Verkehrsanbindung an exponierter Stelle angeboten werden.
Für den unternehmerischen Mut und die langfristige Bindung an unsere schöne Marschenstadt danken wir den handelnden Personen der Brauerei sehr herzlich.

Aber nicht nur im Norden Marnes wird kräftig Boden bewegt: auch der Ausbau der Klaus-Groth-Straße hat am östlichen Ende mit Fräsarbeiten und dem Austausch der ersten Abwasserleitungen endlich begonnen. Unter den neugierigen Blicken der Kinder der KiTa Westwind, sind die Arbeiter des Marner Tiefbauunternehmens G. Puhlmann dabei, Untergrund und Aufbau der Straße, sowie der Bürgersteige grundlegend zu erneuern.
Wenn man die bereits sanierten Straßen, wie etwa Goethe-, und Theodor-Storm-Str., sieht, können sich die Anwohner der Klaus-Groth-Straße und ihrer angeschlossenen Sackgassen bereits auf das Ergebnis nach Abschluss der Arbeiten Ende des Jahres 2022 freuen.
Weiterhin haben die Bauarbeiten für ein Mehrfamilienhaus an der Westerstraße begonnen. Hier entstehen Eigentumswohnungen, die durch einen Marner Immobilienmakler erstellt werden. Ebenfalls an der Westerstraße ist hinter dem Parkplatz ein Mehrparteienhaus entstanden und wird bereits innen ausgebaut. So wird dringend benötigter Wohnraum in der Stadt geschaffen.
Gepaart mit der Information, dass nun auch das letzte Grundstück im Neubaugebiet „Ziegeleigelände“ verkauft wurde, kann man wohl mit Fug und Recht behaupten, dass sich Marne im Aufwind befindet und eine Aufbruchsstimmung in der Stadt herrscht.
Bauwillige haben nun die Möglichkeit, sich in Marnerdeich ein Grundstück zu sichern. Hier entsteht ein gemeinsames Baugebiet im Rahmen der Stadt-Umland-Konzeption mit Marnerdeich und Diekhusen-Fahrstedt. Für die nähere Zukunft hat die Stadt sich auf Nachdruck unserer Fraktion eine Weidefläche im Herzen unserer Stadt gesichert, die als Baugebiet vorgesehen ist.